Only Bad News are Good News????

Ist euch das auch schon einmal aufgefallen, wenn ihr Nachrichten im Fernsehen schaut oder morgens einen Blick in die Zeitung werft hat man das Gefühl, die ganze Welt ist aus den Fugen geraten.  Kriege hier, eine Naturkatastrophe dort, Hungersnöte und was nicht noch alles! Selten liest oder hört man gute Nachrichten oder wenn schon eine schlechte Nachricht veröffentlicht wird, dass man dem Leser oder Zuhörer wenigstens einen Lösungsansatz präsentiert.

Genau dort setzt das Prinzip des Konstruktiven Journalismus an, den ich euch gerne einmal vorstellen möchte.

Der Konstruktive Journalismus geht weiter! Er fragt: Und was jetzt? Wie kann es weiter gehen? Was kann besser werden?

Der Konstruktive Journalismus beschreibt nicht nur, sondern er  will Lösungen für die dargestellten Probleme aufzeigen und diskutieren.

Wichtig ist, dass es nicht nur darum geht, nur noch das Positive hervorzuheben, sondern auch die negativen Seiten zu zeigen und Ursachenforschung zu betreiben.

Ziel ist es, dem Leser zu dem jeweiligen Themengebiet ein möglichst umfassendes Bild zu liefern, so dass der Leser in der Lage ist, sich auf Grund der Faktenlage zu informieren und sich seine eigene Meinung zum jeweiligen Sachverhalt zu bilden. Unterstützer, Befürworter des Konstruktiven Journalismus führen an, das durch die Konzentration der Medien auf negative Berichterstattung die Mehrheit der Deutschen die Lage der Welt deutlich schlechter einschätzt, als es in Wirklichkeit der Fall ist.  So habe ich mich auch selbst prompt dabei erwischt, in diese Falle zu tappen. Die Initiatoren von Perspektive Daily gaben uns bei ihrer Crowdfunding Veranstaltung in Düsseldorf einige Fragen zu den Themen Alphabetisierungs-Grad oder Kindersterblichkeit usw. und es war tatsächlich so, dass ich entweder prompt die negative Antwort wählte oder im weiteren Verlauf des Tests bewusst die positive wählte, weil ich mir dachte, das es Ziel des Testes ist, uns eher zum Negativen zu leiten. Aber es kostete mich trotzdem etwas Überwindung, die positive Antwort zu nehmen. Das Team um die Gründer Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg hat die Crowdfunding – Kampagne abgeschlossen und kann mit aktuell (Stand 6.05.2016) 13.587 Mitgliedern durchstarten und in Deutschland mit der Online Plattform Perspektive Daily den Konstruktiven Journalismus in  etablieren.

Durch seine Mitglieder finanziert sich die Plattform, denn die Redaktion möchte komplett auf Werbung verzichten.

Eine Mitgliedschaft kostet 60 Euro im Jahr. Dafür bekommt man pro Tag einen Beitrag konstruktiven Journalismus.

Und was für Themen erwarten euch? Genau, es geht um Themen, nicht um Ressorts, in welchem die Redakteure arbeiten. Denn komplexe Fragestellungen lassen sich nicht eindimensional beantworten, sondern müssen aus vielen Perspektiven betrachtet werden.

Die Redakteure sind spezialisiert auf ihr Fachgebiet, das sie studiert haben und ergänzen sich untereinander. Themenfelder sind zum Beispiel: Soziale Bewegung, Geld und Handel, Identität, Denken und Entscheiden und viele mehr.

Mich hat diese Veranstaltung dazu gebracht, mich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen und beim täglichen Lesen der Tagespresse und den Nachrichten am Abend noch kritischer der Berichterstattung zu folgen und mich zu fragen, was fehlt mir jetzt?

Ich werde mich noch weiter mit diesem Thema beschäftigen und euch auf dem Laufenden halten.